Es sollte eigentlich ein Tag werden, der geprägt ist von Einkaufsbummel, Weihnachtsmarkt und Feuerzangenbowle. Als ich jedoch morgens aus dem Fenster guckte, habe mich dann doch lieber für einen ruhigen Tag im Wald mit meiner Kamera entschieden.
Ich wollte das Licht zwischen halb Drei und Sonnenuntergang nutzen – ungefähr dann, wenn es schon etwas flacher zwischen den Bäumen hindurch scheint. Doch so wunderschön der “Spaziergang” durch diesen unberührten, verschneiten Wald auch war, das interessanteste Motive fand ich – zumindest heute – am Waldrand, wo die Landschaft etwas weitläufiger war.
Zwischen zwei Felder stand ein einsamer Baum am Wegrand, perfekt als Hauptdarsteller. Eine weitläufige Landschaft mit nur einem Baum als Eycatcher – so etwas wollte ich schon immer mal versuchen. Also Polfilter drauf, Kamera einstellen und los.
Bißchen aufpassen musste ich, dass ich auf der Suche nach dem besten Bildausschnitt um den Baum herum nicht wahllos Fussspuren im frischen Schnee hinterlasse, die man später auf den Bilder hätte sehen können. Als nächstes habe ich mich für die manuelle Belichtung für diese Bildsituation entschieden. Auf Grund der Sonne und dem reflektierendem Schnee, dachte die Kamera in der Blendenvorwahl immer, es sei viel zu hell und wählte eine Verschlusszeit, die die Bilder etwas zu dunkel erscheinen lies. Also lieber etwas längere Zeiten wählen und die Feinheiten am Rechner justieren.
Mit den Bildern bin ich auf jeden Fall zufrieden … und das sage nach dreimaligen draufschauen in der Tat selten von mir selbst. Durch den Polfilter und eine kleine Nachbearbeitung am Kontrast entstanden zwar Bilder, die durch ihr knackiges Blau schon irgendwie unnatürlich wirken (das ist mit Sicherheit Geschmacksache) … aber sei‘s drum …
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich nicht in die Stadt gegangen bin!
Also wenn’s geschneit hat und die Sonne raus kommt, Kamera unter den Arm klemmen und raus gehen!
In diesem Sinne … der Kalle.










